Kurzfassung

Dreh- und Angelpunkt der Geschichte ist der Basar, auf dem der Schneider Mustafa seinen Stoffladen hat. Scheherazade sucht dringend ein neues Märchen, denn wenn sie keines findet, ist ihr Leben in Gefahr. Sie kommt zu Mustafa, weil sie gehört hat, dass er eine unbekannte Geschichte kennt. Mustafa jedoch spielt selbst eine unrühmliche Rolle in dieser Geschichte und erzählt nur widerwillig und gegen Bezahlung. Zwischen Scheherazade und Mustafa entsteht ein fortlaufender Dialog: Sie will unbedingt wissen, wie es weitergeht, er versucht, sich dem Erzählen zu entziehen.

Parallel dazu beginnt die eigentliche Märchenhandlung: Ein armer Holzfäller entdeckt zufällig den geheimen Schatz einer Räuberbande in einem Berg und nimmt einen Teil des Goldes mit nach Hause.

Der unerwartete Reichtum bringt Gefahr. Das Geheimnis des Schatzes darf nicht bekannt werden, doch Neugier und Gier führen dazu, dass weitere Menschen davon erfahren. Gleichzeitig wächst die Spannung zwischen Scheherazade und Mustafa, da jede neue Wendung der Geschichte ihr Überleben sichert und ihn tiefer in seine eigene Vergangenheit verstrickt.

Ein wohlhabender Bruder erfährt vom Schatz und beschließt, selbst davon zu profitieren. Getrieben von Gier zieht er mit mehreren Lasttieren zur Höhle, vergisst jedoch das Zauberwort und wird von den Räubern getötet. Als die Räuber erkennen, dass noch jemand ihr Geheimnis kennt, suchen sie nach dem Entdecker des Schatzes, um ihn zu beseitigen. Die Bedrohung rückt nun unmittelbar näher.

Scheherazade drängt Mustafa weiterzuerzählen, stellt Fragen, äußert Staunen und Angst und führt das Publikum durch die Geschichte, während sich die Ereignisse zuspitzen.

Durch Aufmerksamkeit, Klugheit und entschlossenes Handeln gelingt es den Frauen der Familie, die Räuber zu überlisten und unschädlich zu machen. Die unmittelbare Gefahr ist gebannt, das Geheimnis verliert seine zerstörerische Kraft. Scheherazade hat ihre Geschichte gefunden – und damit ihr Leben gerettet.